18.02.2014

News Overview

Im Mittelpunkt stehen die jungen Berufsleute

Debrunner Acifer engagiert sich seit 2005 als Generalsponsor von SwissSkills. Für das Schweizer Traditionsunternehmen ist die Berufsbildung in der Schweiz die Basis für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Patrik Forster, Mitglied der Gruppenleitung, erzählt, warum sich seine Unternehmung so engagiert für junge Berufsleute einsetzt.

Herr Forster, wie ist das grosse Engagement für SwissSkills zustande gekommen?
Debrunner Acifer ist ein sehr traditionsreiches Unternehmen und ist seit 1755 erfolgreich auf dem Schweizer Markt präsent. Dies ist nur möglich mit engagierten, motivierten und initiativen Mitarbeitenden. Die Nachwuchsförderung und Weiterbildung hatte bei Debrunner Acifer schon immer einen enorm hohen Stellenwert und wird auch in Zukunft eine zentrale Aufgabe sein. Wir stehen mitten in einem «Battle for talents» und haben entsprechend frühzeitig unser Image als attraktiven Arbeitgeber sowie kompetenten, regionalen Handelspartner aktiv gepflegt. Aus dieser Motivation sind die Kontakte zu SwissSkills seit der Geburtsstunde entstanden und wir haben die Beziehung gemeinsam laufend weiter entwickelt.

Herr Forster, warum unterstützen Sie SwissSkills als Generalsponsor?
Die Motivation liegt in den strahlenden und engagierten Gesichtern der jungen Berufsleute und Betreuer. Es ist unglaublich motivierend zu sehen, wie aus Engagement ausserordentliche Leistung entsteht und mit welchem Enthusiasmus die Berufsleute aber auch Expertinnen und Experten sowie SwissSkills arbeiten.

Warum lohnt sich dieses Engagement für Ihre Unternehmung?
Die vielen Kontakte und Beziehungen zu Menschen, die am gleichen Strick ziehen sind sehr wertvoll. Wir können dank dieses langjährigen Engagements sehr viele Beziehungen aufbauen und so unsere bewährten Leistungen nachhaltig verankern. Debrunner Acifer wird bei Kunden, Lieferanten, Mitarbeitenden, Verbänden, auf dem Markt ganz generell als leistungsfähiger Partner anerkannt. Wir sind im Bereich Stahl- und Eisenwarenhandel seit vielen Jahrzehnten, ja sogar Jahrhunderten marktführend. Dies ist nur möglich, indem wir uns laufend neu ausrichten und uns überdurchschnittlich engagieren, so wie mit dem Generalsponsoring bei SwissSkills.

Wie sehen Ihre Sponsoringaktivitäten aus?
Konkret unterstützen wir SwissSkills mit einem namhaften Betrag. Dies ist jedoch nur die eine Seite des Sponsorings. Viel wichtiger ist uns das direkte Engagement an den diversen Ausscheidungen und Meisterschaften. Aber auch der direkte Kontakt zu den regionalen und nationalen Verbänden sowie den vielen Berufsleuten ist uns enorm wichtig. Gemeinsam suchen wir nach Ideen und Möglichkeiten, noch besser sowie leistungsfähiger zu werden.
Wie setzen Sie Ihr Sponsoring in Kommunikation und Werbung ein?
Im Mittelpunkt stehen die Leistungen und die Unterstützung der jungen Berufsleute. Natürlich ist es uns wichtig, dass dieses Engagement auch von Kunden und der Öffentlichkeit erkannt wird. Debrunner Acifer versteht sich als regionaler Partner mit einem sehr guten Sortiment und kundenorientierten Leistungen. Hier müssen wir uns täglich profilieren, sodass unsere Kunden zufrieden sind. Das Sponsoring hilft uns, unsere Ideologie und Leistungen transparent zu machen.

Welchen Stellenwert nimmt die Berufsbildung generell in Ihrer Unternehmung ein?
Die Berufsbildung hat einen sehr hohen Stellenwert. Wir bilden selbst rund 150 Lernende in diversen Berufsrichtungen aus. Ein sehr grosser Teil unserer Mitarbeitenden hat bei uns die Lehre absolviert und identifiziert sich stark mit unserem Unternehmen. Einige Lernende haben Debrunner Acifer kurzfristig verlassen, um auch externe Luft zu schnuppern und sind dann wieder zurückgekehrt. Andere arbeiten seit der Lehre bei uns ,konnten sich intern laufend weiter entwickeln und bekleiden zum Teil wichtige Führungsfunktionen

Welche Ziele verfolgt Debrunner Acifer mit der Berufsbildung in der Unternehmung?
Unser Ziel ist es, den jungen Leuten einen optimalen Einstieg in ihr Berufsleben zu ermöglichen. Dabei zählen wir auf das grosse Engagement der jungen Leute und unterstützen sie dabei mit allen möglichen Mitteln.

Wie beurteilen Sie die Berufsbildung in der Schweiz?
Die Berufsbildung in der Schweiz ist die Basis für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. In meinen Auslandreisen werde ich oft auf dieses erfolgreiche Berufsbildungssystem angesprochen und alle beneiden uns. Nur: Stillstand ist Rückschritt. Wir müssen uns laufend weiter entwickeln und den sich ändernden Marktbedürfnissen anpassen, ohne dass wir dabei Bewährtes über Bord werfen. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass sich die Schweiz auch in Zukunft dank einer guten Aus- und Weiterbildung der Berufsleute sehr erfolgreich auf dem Weltmarkt behaupten wird.
Ich würde mir wünschen, dass wir diesen Weg selbstbewusst auch gegenüber unseren Nachbarländern weiter beschreiten und unsere Leaderfunktion laufend weiter entwickeln und verteidigen. Ich bin ein absoluter Befürworter des dualen Berufsbildungssystems. Eine Berufslehre ist die Basis für eine erfolgreiche Berufstätigkeit, die Verbände sind dabei massiv gefordert, die diversen Berufsausbildungen auf die Marktbedürfnisse auszurichten. Eine sehr spannende aber auch fordernde Aufgabe. Das Potential der jungen Leute ist enorm und muss für den nachhaltigen Erfolg genutzt werden. Natürlich bin ich mir auch bewusst, dass dies nur ein Standbein des Erfolgs darstellt. Auch die höheren Berufsausbildungen wie FH, ETH, HSG, um nur einige zu nennen, bilden das zweite Standbein. Es macht mich als St. Galler enorm stolz, zu wissen, dass wir auch in diesem Bereich mit den international anerkannten Hochschulen weltführend sind.
Die Ausbildung war, ist und wird entscheidend für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sein und hier haben wir Schweizer ganz klar die Nase vorn.

Wie schätzen Sie die Entwicklung der Berufsbildung ein?
Die Berufsbildung hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt und muss sich weiterhin mindestens so stark weiter entwickeln. Verbunden mit der Schnelllebigkeit sowie den enormen technischen Möglichkeiten befinden wir alle uns in einem laufenden Change-Prozess. In einem solchen Prozess die Übersicht zu behalten, ist nicht immer einfach. Es gilt, immer den Menschen im Fokus zu haben. Wir alle arbeiten in einem enorm spannenden, fordernden aber auch intensiven Umfeld. Es ist mir wichtig, dabei das Bewährte nicht aus den Augen zu verlieren. Nur wer es schafft, bewusst Bewährtes mit Neuem erfolgreich zu verbinden, kann überleben. Wir arbeiten täglich daran unsere Berufsbildung unter diesem Fokus weiter zu entwickeln und setzen auch in Zukunft ganz klar auf die eigene Entwicklung unserer Mitarbeitenden.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre eigene Berufsausbildung?
Ich persönlich habe sehr gute Erinnerungen. Meine Eltern haben mich immer gefördert und unterstützt. Schon früh habe ich gemerkt, dass ein Handwerksberuf meinen Fähigkeiten nicht gerecht wird und mich deshalb für eine Banklehre entschieden. Ich durfte dort motivierte, sehr engagierte Ausbildner und Lehrer kennenlernen. Es war mir immer bewusst, dass ich grundsätzlich selbst für mein Leben und für meinen Berufsweg verantwortlich bin. Auch hatte ich das Glück, immer in sehr guten Firmen mit vorbildlichen Vorgesetzten arbeiten zu können. Ich darf behaupten täglich gerne zur Arbeit zu gehen, ein absolutes Privileg, dessen ich mir bewusst bin.

Was würden Sie sich für die Berufsbildung in der Schweiz wünschen (von der Politik, der Schule, von den Lernenden, den Eltern)?
Grundsätzlich muss jeder bei sich selbst anfangen. Ich habe gelernt, dass man sich vieles wünschen kann, jedoch in erster Linie sich selbst beeinflussen muss. Dabei ist es wichtig, gemeinsam mit anderen nach Lösungen zu suchen und sich gemeinsam kreativ Ziele zu setzen und diese zu erreichen. Im engen Dialog kann man Berge versetzen. Natürlich erlebe auch ich immer wieder Enttäuschungen, wenn ich sehe, dass sich ein junger Mensch zu wenig engagiert und so viele Chancen verpasst.
Ich erlebe es jedoch auch oft, dass man beim genauen Hinschauen und in vielen Gesprächen eine Lösung finden kann. Am schönsten ist es dann, mit zu erleben, wie sich diese jungen Menschen aus einem Motivationstief heraus arbeiten, ihr Potential ausschöpfen und so einen guten Start ins Berufsleben schaffen; sich später erfolgreich im Arbeitsumfeld durchsetzen – das ist jeweils eine grosse Genugtuung.

Was würden Sie einem jungen Menschen für die Berufswahl raten?
Empfehlungen abzugeben ist immer schwierig. Grundsätzlich ist es sicher wichtig, etwas zu lernen, das man gerne tut. Ohne Einsatz und Leistung lässt sich jedoch nichts erreichen. Hier kommt in erster Linie die Selbstverantwortung zum Tragen. Eine solide Berufsausbildung ist enorm wichtig für den gesamten Lebensverlauf, sie eröffnet viele Möglichkeiten sich weiter zu entwickeln. Der Weg ist das Ziel und kann mit Eigeninitiative sehr, sehr spannend sein. Wir haben in der Schweiz mit unserem sehr guten Ausbildungssystem optimalste Voraussetzungen – diese gilt es zu nutzen.

Zur Person: Patrik Forster
ist Mitglied der Gruppenleitung der Debrunner König Gruppe. Geboren 1966, hat er zuerst eine Banklehre und später ein Studium zum Betriebsökonom absolviert. Seit 1997 arbeitet er für Debrunner Acifer, seit 2010 ist er Mitglied der Gruppenleitung.
Patrik Forster ist verheiratet, Vater von drei Kindern und wohnt mit seiner Familie in Andwil im Kanton St. Gallen.